Festakt im Kinderpalliativzentrum am 10. Mai 2019

Drei wichtige Jubiläen für die Kinderpalliativmedizin in Bayern konnten zugleich gefeiert werden.

V. l. n. r.: Ärztlicher Direktor des Klinikums Prof. Dr. Karl-Walter Jauch / Schirmherrin Karin Seehofer / Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml / Prof. Dr. Monika Führer / Kuratoriumsvorsitzender des Fördervereins Alois Glück / Fördervereinsvorsitzender Thomas Barth

Gemeinsam mit Frau Staatsministerin Melanie Huml, Schirmherrin Karin Seehofer und dem Kuratoriumsvorsitzenden des Fördervereins Alois Glück wurden am 10. Mai drei 10-Jahres-Jubiläen begangen, die alle eng verbunden sind mit dem Klinikum der LMU allgemein und mit der Leiterin des Kinderpalliativzentrums Prof. Dr. Monika Führer im Besonderen. Deshalb war auch die Führungsspitze des Klinikums der LMU anwesend mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Karl-Walter Jauch, dem Kaufmännischen Direktor Markus Zendler und dem stv. Pflegedirektor Alfred Holderied.

 Drei festliche Anlässe:

  • Vor zehn Jahren wurde das bundesweit erste und Maßstäbe setzende Bayerische Kinderpalliativ-Konzept von der bayerischen Staatsregierung verabschiedet. Als Sprecherin der AG Kinderpalliativmedizin in Bayern hatte Monika Führer vom Klinikum der Universität München dieses Konzept maßgeblich gestaltet.
  • Ebenfalls im Jahr 2009 wurde der bundesweit erste Vertrag mit den Krankenkassen über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung von Kindern (SAPPV) hier in München verhandelt, ebenfalls von Prof. Führer gemeinsam mit Professor Gian-Domenico Borasio, damals Ordinarius der heutigen Klinik für Palliativmedizin an der LMU.
  • Und über das dritte Jubiläum dürfen wir uns ganz besonders freuen: Monika Führer trat 2009 die Professur für Kinderpalliativmedizin an, die von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als erste Kinderpalliativprofessur in Deutschland gestiftet worden war und inzwischen längst durch die LMU verstetigt wurde.

Mit großem Dank konnten der Vorstandsvorsitzende des Klinikums Prof. Karl-Walter Jauch und der Vorsitzende des Fördervereins Thomas Barth wichtige und hochgeschätzte Teilnehmer und Gäste begrüßen, die zu den drei Jubiläen große eigene Beiträge geleistet hatten.

V. l. n. r.: Ärztlicher Direktor des Klinikums der Universität München Prof. Dr. Karl-Walter Jauch / Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml / Sprecher der AG Kinderpalliativmedizin in Bayern Prof. Dr. Monika Führer und Dr. med. Andreas Fiedler

Neben dem Grußwort der Ministerin und dem Bericht über die Entwicklung der Kinderpalliativmedizin in Bayern waren es gerade auch die Erfahrungsberichte, die die Zuhörer bewegten. Dies galt etwa für den Bericht eines Vaters, dessen Tochter lange Zeit vom Team des Kinderpalliativzentrums ambulant und stationär versorgt worden war, ebenso wie für die packende Schilderung einer ehrenamtlichen Hospizhelferin über ihre langjährige Begleitung eines von ihr betreuten heranwachsenden schwerstkranken Jungen.

V. l. n. r.: Markus Helfrich, Vater / Alexandra Huber, Leitung BWH Haus Christophorus, Brannenburg / Pilar Prinzessin zu Salm-Horstmar, Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst

Mit einem sehr herzlichen Beifall wurde das gesamte Team der ambulanten und der stationären Versorgung im Kinderpalliativzentrum bedacht.

Die enge Vernetzung zwischen der palliativmedizinischen Versorgung und der ehrenamtlichen Hospizbegleitung, zwischen dem  Kinderpalliativzentrum und den sechs ambulanten Kinderpalliativteams zog sich wie ein roter Faden durch alle Beiträge und es wurde deutlich, welch wichtiges Bindeglied dieses „Zuhause auf Zeit“ in der neuen Kinderpalliativstation bereits geworden ist. Das wurde nach dem Festakt fröhlich gemeinsam gefeiert.

V. l. n. r.: Alois Glück, Melanie Huml, Thomas Barth, Alexandra Huber, Prof. Dr. Monika Führer, Markus Helfrich, Dr. Andreas Fiedler, Karin Seehofer, Pilar Prinzessin zu Salm-Horstmar

Am nächsten Tag waren dann die Experten gefragt. In einem ganztägigen Symposium tauschten sich führende Vertreter der unterschiedlichsten Partner in der Versorgung schwerstkranker und sterbender Kinder in Bayern miteinander aus. Die etwa 100 Teilnehmer beschäftigten sich intensiv in Vorträgen und Workshops mit wichtigen Themen wie der „Vorausplanung medizinischer Behandlung in Krisen“, der Begleitung erwachsen gewordener „Palliativkinder“ in die Erwachsenenmedizin, dem kultursensiblen Umgang mit Sterben und Tod, sowie mit der Zusammenarbeit zwischen Kinderpalliativversorgung und stationärer und ambulanter Kinderhospizarbeit.

 

Die Pressemitteilung des Klinikums ist hier zu lesen.