Kurz vor dem Festakt besuchten die Gäste das Kinderpalliativzentrum (v.l.n.r.): Thomas Barth, Vorsitzender des Fördervereins Kinderpalliativzentrum München e.V., Susanne Breit-Keßler, Kuratoriumsvorsitzende des Kinderpalliativzentrums München e.V., Wissenschaftsminister Markus Blume, Prof. Dr. Monika Führer, Leiterin des Kinderpalliativzentrums am LMU Klinikum, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Prof. Dr. Markus M. Lerch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des LMU Klinikums
Wunderbarer Festakt 10 Jahre Kinderpalliativzentrum München am 22. Juni 2026
Ein bewegendes und frohes Jubiläum voll Dankbarkeit und Hoffnung für die Zukunft
Mit einem festlichen Jubiläumsakt konnte das Kinderpalliativzentrum München sein zehnjähriges Bestehen begehen. Viele Unterstützer:innen und Freund:innen feierten gemeinsam mit Frau Prof. Monika Führer und ihrem Team. Der Vorstand des Klinikums hatte gemeinsam mit dem Förderverein eingeladen und sehr viele Gäste aus Politik, Medizin, Wissenschaft und Gesellschaft füllten den Großen Hörsaal am Campus Großhadern bis zum letzten Platz, um dieses besondere Ereignis zu würdigen. Mit großer Freude konnten wir auch viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Haunerschen Kinderspital und aus vielen anderen Bereichen des LMU Klinikums begrüßen. Auch viele Eltern von Kindern, die in diesem Zentrum ein „Zuhause auf Zeit“ gefunden hatten, waren gekommen, um ihre Verbundenheit zu zeigen.
Was vor mehr als zwanzig Jahren mit einem Arbeitskreis für pädiatrische Palliativmedizin begann, hat sich zu einem einzigartigen Zentrum entwickelt, das medizinische Spitzenversorgung, wissenschaftliche Forschung, Lehre und menschliche Begleitung miteinander verbindet. Heute ist das Kinderpalliativzentrum am LMU Klinikum München eine bundesweit anerkannte Referenzeinrichtung für die Versorgung schwerstkranker Kinder und Jugendlicher sowie ihrer Familien.
Die Leiterin des Kinderpalliativzentrums, Prof. Dr. Monika Führer, hatte bereits im Jahr 2003 den Grundstein für diese Entwicklung gelegt. Mit großem Engagement setzte sie sich dafür ein, die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen nachhaltig zu verbessern. Ihr Ziel war und ist es, Familien möglichst frühzeitig zu begleiten und ihnen Unterstützung anzubieten – nicht erst am Lebensende, sondern während des gesamten Krankheitsverlaufs.
Ein einzigartig wichtiger Meilenstein war im Juni 2016 die Einweihung des heutigen Gebäudes, das seitdem sowohl das ambulante Team als auch die Station mit 8 Betten beherbergt. Der Förderverein Kinderpalliativzentrum München e.V. hatte zuvor innerhalb weniger Monate die 5,5 Millionen Euro für den Bau eingeworben. Dieses außergewöhnliche Engagement großer Stiftungen, Vereine und Unternehmen sowie vieler privater Spenderinnen und Spender machte die Verwirklichung des Projekts erst möglich.
So war es für unseren Förderverein bewegend, beim Jubiläumsfest viele Menschen wiederzusehen, die von Anfang an das Kinderpalliativzentrum begleitet und unterstützt haben. Viele Spenderinnen und Spender waren persönlich anwesend und konnten erleben, wie nachhaltig ihre Unterstützung gewirkt hat. Etliche von ihnen haben nicht nur zum Bau des Hauses beigetragen, sondern unterstützen die Arbeit des Zentrums bis heute mit großer Verbundenheit.
Zu den Ehrengästen des Festakts gehörten Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder sowie Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume. Beide würdigten in ihren Redebeiträgen die herausragende Arbeit des Kinderpalliativzentrums und die Bedeutung der Kinderpalliativversorgung für Bayern und darüber hinaus.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder betonte die besondere Menschlichkeit, die an diesem Ort spürbar sei. Das Zentrum verbinde modernste Medizin und wissenschaftliche Exzellenz mit Nähe, Trost und persönlicher Zuwendung. Sein Dank galt insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Familien in schwersten Lebenssituationen begleiten und unterstützen.
Auch Wissenschaftsminister Markus Blume hob hervor, dass das Kinderpalliativzentrum ein „Pionierprojekt der Menschlichkeit“ sei. Hier würden Familien aufgefangen, die durch die Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung ihres Kindes vor enormen Herausforderungen stünden. Die Arbeit des Teams ermögliche es Eltern, Geschwistern, Großeltern und Angehörigen, trotz aller Belastungen Familie sein zu können.
Bewegend waren zwei Podiumsrunden mit Unterstützern sowie mit Angehörigen und Mitarbeiterinnen des Kinderpalliativzentrums. Gerade diese Gesprächsrunden vermittelten eindrucksvoll, welche Bedeutung das Zentrum für betroffene Familien hat und wie viele Menschen sich mit großem Engagement für dessen Weiterentwicklung einsetzen.
Musikalisch verlieh der Violinist Simon Zhu der Veranstaltung einen festlichen und zugleich berührenden Rahmen.
Nach dem offiziellen Programm war Gelegenheit für persönliche Gespräche und Begegnungen. Viele Gäste nutzten die Möglichkeit, Erinnerungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsam auf die vergangenen zehn Jahre zurückzublicken.
Zehn Jahre Kinderpalliativzentrum München stehen nicht nur für bestmögliche medizinische Versorgung, sondern auch für Menschlichkeit, für Zusammenhalt und für die Überzeugung, dass kein Kind und keine Familie mit einer lebensverkürzenden Erkrankung allein gelassen werden darf. Das Jubiläum hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel gemeinsam erreicht werden kann – und wie wichtig die Unterstützung vieler engagierter Menschen auch für die Zukunft bleibt.








